19 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

in Tausend CHF

Goodwill

Andere
immaterielle
Anlagen

Software

Total

Stand am 1. Januar 2012

 

 

 

 

Anschaffungskosten

93'524

71'050

119'192

283'766

Kumulierte Amortisationen

–26'261

–27'661

–30'222

–84'144

Buchwert netto

67'263

43'389

88'970

199'622

 

 

 

 

 

Geschäftsjahr 2012

 

 

 

 

Eröffnungsbuchwert netto

67'263

43'389

88'970

199'622

Zugänge

0

0

3'979

3'979

Abgänge

0

0

0

0

Amortisationen

0

–8'002

–11'659

–19'661

Endbuchwert netto

67'263

35'387

81'290

183'940

 

 

 

 

 

Stand am 31. Dezember 2012

 

 

 

 

Anschaffungskosten

93'524

71'050

123'171

287'745

Kumulierte Amortisationen

–26'261

–35'663

–41'881

–103'805

Buchwert netto

67'263

35'387

81'290

183'940

 

 

 

 

 

Geschäftsjahr 2013

 

 

 

 

Eröffnungsbuchwert netto

67'263

35'387

81'290

183'940

Zugänge

0

0

3'092

3'092

Abgänge

0

–3'323

–22'645

–25'968

Amortisationen

0

–7'675

–16'643

–24'318

Ab- / (Zugänge) von kumulierten Abschreibungen

0

18'566

6'853

25'419

Umgliederung aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

70'099

8'403

12'675

91'177

Wertminderungen

–81'742

–4'198

0

–85'940

Endbuchwert netto

55'620

47'160

64'622

167'402

 

 

 

 

 

Stand am 31. Dezember 2013

 

 

 

 

Anschaffungskosten

163'623

76'130

116'293

356'046

Kumulierte Amortisationen

–108'003

–28'970

–51'671

–188'644

Buchwert netto

55'620

47'160

64'622

167'402

Goodwill

Die LLB-Gruppe weist per 31. Dezember 2013 für folgendes Segment einen Goodwill auf:

in Tausend CHF

31.12.2013

31.12.2012

Retail & Corporate Banking

55'620

55'620

Institutional Clients

0

11'643

Total

55'620

67'263

Überprüfung einer Goodwill-Wertminderung

Der Goodwill wird zwei Mal im Jahr - im ersten Quartal als Basis für den Halbjahresabschluss per 30. Juni und im dritten Quartal als Basis für den Jahresabschluss per 31. Dezember - auf seine Werthaltigkeit geprüft. Für die Ermittlung einer möglichen Wertminderung wird der erzielbare Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welche einen Goodwill bilanziert hat, mit deren Bilanzwert verglichen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht gemäss den durchgeführten Berechnungen jeweils dem Nutzungswert. Der Bilanzwert bzw. Buchwert setzt sich zusammen aus Eigenkapital vor Goodwill und immateriellen Anlagen, Goodwill und immateriellen Anlagen aus der zu Grunde gelegten Purchase Price Allocation dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Für das Geschäftsjahr endend am 31. Dezember 2013 erachtetet das Management den Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Total CHF 55.6 Mio. aufgrund eines durchgeführten Wertminderungstests als werthaltig und muss nicht wertgemindert werden, da der erzielbare Ertrag den Bilanzwert übersteigt. Das Management war zum Halbjahresabschluss 2013 der Meinung, dass der Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welche seit dem 31. Dezember 2011 gem. IFRS 5 unter zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte bilanziert worden ist und seit dem 30. Juni 2013 wieder voll konsolidert wird, per 30. Juni 2013 als nicht mehr werthaltig zu erachten war. Aufgrund dessen wurde der Goodwill im Halbjahresabschluss 2013 in Höhe von CHF 70.1 Mio. vollständig abgeschrieben und im Sachaufwand unter Wertberichtigung aus Goodwill verbucht. Der per 31. Dezember 2012 bilanzierte Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Total CHF 11.6 Mio. wird bedingt durch die Entkonsolidierung bzw. das Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis ausgebucht.

Erzielbarer Betrag

Die LLB-Gruppe verwendet für die Ermittlung des Nutzungswertes, der dem erzielbaren Betrag der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht, ein Discounted Cashflow (DCF) Bewertungsmodell. Das von der LLB-Gruppe verwendete DCF-Modell berücksichtigt die Besonderheiten des Bankgeschäfts bzw. des Finanzsektors sowie des aufsichtsrechtlichen Umfeldes. Mit Hilfe des Modells wird anhand der vom Management genehmigten Finanzplanungen der Barwert der geschätzten Ergebnisse bzw. der geschätzten frei verfügbaren Geldflüsse (Free-Cash-Flows) berechnet. Sofern aufsichtsrechtliche Kapitalanforderungen für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestehen, werden die geschätzten Geldflüsse des Betrachtungszeitraums um diese Kapitalanforderungen in Abzug gebracht und stehen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zur Ausschüttung zur Verfügung. Dieser Betrag entspricht dann dem theoretisch an die Anteilseigner ausschüttungsfähigen Betrag. Für die Berechnung der prognostizierten Ergebnisse dienen die vom Management genehmigten Finanzplanungen, welche einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren umfassen. Die Ergebnisse für sämtliche Perioden nach dem fünften Jahr werden aus dem prognostizierten Ergebnis bzw. den Free-Cash-Flows des fünften Jahres mit einer langfristigen Wachstumsrate, die grundsätzlich der langfristigen Inflationsrate der Schweiz und Liechtensteins entspricht, extrapoliert. Die Wachstumsrate kann unter Umständen für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten variieren, da die voraussichtlichen Entwicklungen und Gegebenheiten der entsprechenden Märkte berücksichtigt werden.

Annahmen

Die Parameter, welche dem Bewertungsmodell zugrunde liegen, werden, sofern möglich bzw. vorhanden, auf externe Marktinformationen abgestimmt. Dabei reagiert der Nutzungswert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit am sensibelsten auf Änderungen des geschätzten Ergebnisses, Änderungen des Diskontierungssatzes sowie auf Änderungen der langfristigen Wachstumsrate. Die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes erfolgt auf Basis des Capital Asset Pricing Modells (CAPM), das einen risikolosen Zinssatz, eine Marktrisikoprämie, ein Small Cap Premium sowie einen Faktor für das systematische Marktrisiko, den Betafaktor, beinhaltet.

Die dem Wertminderungstest für den Jahresabschluss per 31. Dezember 2013 zugrunde gelegten und zur Extrapolation verwendeten langfristigen Wachstumsraten ausserhalb des fünfjährigen Planungszeitraums (Endwert) sowie die Diskontierungszinssätze der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind unverändert zu den per 31. Dezember 2012 verwendeten Parametern. Die verwendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle abgebildet:

 

Wachstumsraten

Diskontierungszinssätze

in Prozent

2013

2012

2013

2012

Retail & Corporate Banking

1.0

1.0

6.0

6.0

Institutional Clients

 

1.0

 

8.5

Der Diskontierungszinssatz ist direkt durch die Fluktuationen der Zinssätze beeinflusst. Durch das zur Zeit bestehende historisch tiefe Zinsniveau im Marktumfeld hat sich der Diskontierungszinssatz der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das derzeitige Zinsumfeld spiegelt sich ebenfalls in im längerfristigen Vergleich deutlich tieferen Zinsergebnissen und entsprechend niedrigeren Jahresergebnissen respektiv an die Anteilseigner ausschüttbaren Free-Cash-Flows wieder. Bedingt durch die Koppelung des Diskontierungszinssatzes an den aktuellen Zinssatz wird sich dieser, so wie auch der Zinsertrag, bei einer Erhöhung des Zinsumfeldes grundsätzlich erhöhen. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unterliegen einem beschränkten Risiko, da diese in einem lokalen Markt und nur im Retail sowie im Private Banking mit einem eingeschränkten Risikoprofil tätig sind.

Sensitivitäten

Bei der periodischen Erstellung bzw. Durchführung der Wertminderungstests werden alle Parameter bzw. Annahmen, welche in den Wertminderungstests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Eingang finden, überprüft und gegebenenfalls angepasst. Eine Veränderung des risikolosen Zinssatzes hat im Wesentlichen einen Einfluss auf den Diskontierungszinssatz, wobei die veränderte wirtschaftliche Lage, insbesondere in der Finanzbranche, auch Auswirkungen auf die erwarteten bzw. geschätzten Ergebnisse hat. Um diese Auswirkungen auf den Nutzungswert der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu prüfen, werden die für das Bewertungsmodell verwendeten Parameter und Annahmen einer Sensitivitätsanalyse unterzogen. Dabei werden die den Anteilseignern zurechenbaren prognostizierten Free-Cash-Flows um 10%, die Diskontierungszinssätze um 10% und die langfristen Wachstumsraten um 10% verändert. Das Management ist der Meinung, dass für das Segment Retail & Corporate Banking eine Veränderung der Annahmen und Parameter zu einer Wertminderung führen würde. Gemäss den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen und basierend auf den beschriebenen Annahmen resultiert für das Segment Retail & Corporate Banking ein Betrag, der den Bilanzwert um CHF 34.2 Mio. übersteigt. Eine Reduzierung der langfristigen Wachstumsrate um 10% hätte keine Wertminderung im Segment Retail & Corporate Banking zur Folge. Jedoch würde eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 10% oder Reduzierung des Free-Cash-Flows um 10% in einer Wertminderung des Goodwills der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Retail & Corporate Banking von CHF 16.0 Mio. bzw. CHF 11.5 Mio. resultieren. Der Diskontierungszinssatz könnte um 6.6% und die Free-Cash-Flows könnten um 7.5% verändert werden, bis der erzielbare Ertrag dem Buchwert entsprechen würde. In Anbetracht der auch in Zukunft erwarteten, angespannten Situation in der Finanzbranche, schätzt das Management eine Wertminderung des Goodwills im Segment Retail & Privat Banking in den kommenden Geschäftsjahren nicht als unwahrscheinlich ein. Jedoch rechnet das Management mittel- bis langfristig auch mit einer positiven Entwicklung des Segmentes, dank der relativen Stärke gegenüber den Mitbewerbern sowie den eingeleiteten und geplanten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen im genannten Segment.

Würden davon unabhängig die geschätzten Ergebnisse und andere Annahmen in den kommenden Geschäftsjahren von den aktuellen Werten durch politische oder globale Risiken in der Bankenbranche - wie z.B. die Unsicherheit bei der Umsetzung der Regulierung und die Einführung gewisser Gesetzesvorgaben sowie ein Rückgang der allgemeinen Wirtschaftsleistung - abweichen, könnte dies in Zukunft eine Wertminderung des Goodwills zur Folge haben. Dies wäre mit einem Aufwand in der Erfolgsrechnung der LLB-Gruppe verbunden und würde das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital und den Jahresgewinn vermindern. Jedoch hätte eine solche Wertminderung weder einen Einfluss auf die Cash Flows noch auf die Tier 1 Ratio, da gemäss der liechtensteinischen Eigenkapitalverordnung der Goodwill vom Kapital in Abzug gebracht werden muss.

Andere immaterielle Anlagen

Unter andere immaterielle Anlagen sind Kundenbeziehungen und Markenwerte aktiviert. Diese werden über eine Zeitperiode von zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert. Die geschätzten aggregierten Amortisationen auf andere immaterielle Anlagen belaufen sich auf:

in Tausend CHF

 

2014

6'406

2015

6'406

2016

6'406

2017

6'406

2018

6'406

2019 und danach

15'128

Total

47'160

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