Rechnungslegungsgrundsätze

1 Grundlegende Informationen

Die LLB-Gruppe bietet eine breite Palette von Finanzdienstleistungen an. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Vermögensverwaltung und Anlageberatung für private und institutionelle Kunden sowie im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Die Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft, gegründet und mit Sitz in Vaduz, ist die Muttergesellschaft der LLB-Gruppe. Sie ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 27. Februar 2014 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Zudem muss die konsolidierte Jahresrechnung der Generalversammlung vom 9. Mai 2014 zur Genehmigung vorgelegt werden.

2 Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung der vorliegenden konsolidierten Jahresrechnung angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Der Konzernabschluss wurde, mit Ausnahme der Neubewertung von einigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, auf der Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erstellt.

Die Gespräche über den Verkauf der swisspartners Investment Network AG wurden vorläufig sistiert. Die LLB-Gruppe beabsichtigt im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung auf das Kerngeschäft weiterhin, die swisspartners Investment Network AG zu verkaufen. Da die Voraussetzungen zur Klassifizierung der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte gemäss IFRS 5 per 30. Juni 2013 nicht mehr voll gegeben sind, wird die swisspartners Gruppe seit 30. Juni 2013 wieder voll konsolidiert. Die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft werden wieder in den einzelnen Bilanzpositionen der LLB-Gruppe gezeigt. Die Vergleichsperiode ist nicht anzupassen.

Im Rahmen der strategischen Initiative Focus2015 erfolgte die Veräusserung der Tochtergesellschaft Jura Trust AG, die somit per 1. Oktober 2013 aus dem Konsolidierungskreis der LLB-Gruppe ausschied. Die Entkonsolidierung der Jura Trust Gruppe belastet das Jahresergebnis 2013 der LLB-Gruppe mit CHF 8.1 Mio. Im Halbjahresabschluss 2013 wurden die Vermögenswerte und Schulden der Jura Trust Gruppe in der konsolidierten Bilanz und den Anmerkungen zur Bilanz per 30. Juni 2013 als zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte gemäss IFRS 5 bilanziert. Die Bilanz der LLB-Gruppe per 31. Dezember 2013 beinhaltet bedingt durch den Verkauf keine Vermögenswerte und Schulden der Jura Trust Gruppe. Die Vergleichsperiode ist nicht anzupassen.

Zahlreiche neue IFRS-Standards, Überarbeitungen und Interpretationen von bestehenden IFRS-Standards wurden publiziert, welche für die Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2013 oder später anzuwenden sind. Die folgenden neuen oder geänderten IFRS-Standards beziehungsweise Interpretationen sind für die LLB-Gruppe von Bedeutung:

  • IAS 19 (überarbeitet) «Leistungen an Arbeitnehmer»; die im Juni 2011 vom IASB veröffentlichten Anpassungen von IAS 19 wurden von der LLB zum 1. Januar 2013 umgesetzt. Die Anpassungen umfassen den Ansatz von Änderungen in der Nettoschuld (dem Nettovermögen) aus leistungsorientierten Plänen einschliesslich der sofortigen Erfassung von leistungsorientierten Kosten sowie dem Ansatz von Neubewertungen im sonstigen Gesamtergebnis. IAS 19 (überarbeitet) beseitigt die Korridormethode, unter welcher die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aufgeschoben werden konnten. Der angepasste IAS sieht nun die Bilanzierung des vollständigen Barwertes der Pensionsverpflichtung nach Abzug des Planvermögens vor. Die LLB hat in der Vergangenheit nie die Korridormethode angewendet, sondern jeweils die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital bzw. im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2012 und die Vergleichszahlen werden ausgewiesen, als ob IAS 19 (überarbeitet) bereits in der Vergangenheit angewendet worden wäre. Die Einführung von IAS 19 (überarbeitet) reduziert die Vorsorgeverpflichtung per 1. Januar 2012 um netto CHF 9.8 Mio. und erhöht das Eigenkapital um CHF 9.8 Mio. Dies im Wesentlichen aufgrund in der Vergangenheit nicht erfasster Planänderungskosten sowie des gemäss IAS 19 (überarbeitet) zu berücksichtigenden Risk Sharing. Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2012 wurde gemäss IAS 19 (überarbeitet) angepasst. Es resultiert per 31. Dezember 2012 ein um CHF 2.8 Mio. höherer Personalaufwand als im publizierten konsolidierten Jahresbericht 2012 ausgewiesen. Das unverwässerte bzw. verwässerte Ergebnis pro Aktie für 2012 hat sich von CHF 3.32 auf CHF 3.22 reduziert.
  • IFRS 10 «Konzernabschlüsse»; der im Mai 2011 veröffentliche neue Standard führt ein einheitliches Beherrschungskonzept ein und wurde von der LLB zum 1. Januar 2013 umgesetzt. Basierend auf dem Beherrschungskonzept ist festzustellen, ob ein Unternehmen ein anderes zu konsolidieren hat. Die Beherrschung eines Unternehmens wird angenommen, wenn der Investor sowohl variablen Rückflüssen bzw. Renditen aus der Verbindung mit dem Unternehmen ausgesetzt ist als auch die Fähigkeit hat, diese Rückflüsse bzw. Renditen mittels seiner Beherrschung zu beeinflussen. Der Standard enthält ebenfalls Hilfestellungen bei schwieriger Einschätzung bzgl. der Bestimmung der Beherrschung. Im Oktober 2012 hat das IASB eine Anpassung des IFRS 10 veröffentlicht, welche die Ausnahme der Konsolidierung von gewissen Investmentgesellschaften enthält. Die LLB entspricht nicht der Definition einer Investmentgesellschaft, so dass diese Änderungen keine Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB hat. Basierend auf dem im IFRS 10 festgehaltenen Beherrschungskonzept hat die LLB keine ihrer Beteiligungen anders als bisher konsolidieren müssen. Lediglich gewisse Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen, sogenannte Deferred Variable Annuity (DVAs) sind unter IFRS 10 nicht mehr zu konsolidieren, da nicht davon ausgegangen wird, dass die Gesellschaft die Kontrolle oder Rechte an variablen Rückflüssen bzw. Renditen aus diesen Versicherungsverträgen hat. DVAs sind flexible Versicherungsverträge, welche Zahlungen bis zu einem zu bestimmenden Zeitpunkt verzögert und der Versicherungshalter anfangs eine oder mehrerer Premium Zahlungen an die Versicherung tätigt. Die Implementierung von IFRS 10 verlangt die retrospektive Anpassung gemäss IAS 8. Auf Grund dessen sind die Bilanzwerte von zwei vorangegangenen Perioden anzupassen und offenzulegen. Die Bilanz bzw. die Bilanzpositionen «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» sowie die «Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» wurden per 31.12.2011 bzw. 1.1.2012 um CHF 244.7 Mio. und per 31.12.2012 um CHF 184.3 Mio. reduziert. Bedingt durch die Offenlegung der Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2012 auf Grund von IAS 19 (überarbeitet), wurde auf die Offenlegung der angepassten Bilanz per 31. Januar 2011 verzichtet. Die Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2012 wurde entsprechend angepasst. Die Anpassungen haben keine Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung, die Mittelflussrechnung und das Ergebnis pro Aktie. Der IFRS 10 hat ansonsten keine Auswirkung auf die konsolidierte Jahresrechnung der LLB.
  • IFRS 11 «Gemeinsame Vereinbarungen»; das IASB veröffentlichte im Mai 2011 den Standard und wurde von der LLB zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt per 1. Januar 2013 eingeführt. Der neue Standard hat keine Auswirkungen auf den konsolidierten Jahresabschluss.
  • IFRS 13 «Bemessung des beizulegenden Zeitwerts»; der IFRS wurde im Mai 2011 durch den IASB veröffentlicht und wurde zum 1. Januar 2013 durch die LLB umgesetzt. IFRS 13 definiert als alleinige Leitlinie die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) gemäss IFRS. Der beizulegende Zeitwert wird definiert als den Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Der Standard weist explizit darauf hin, dass der beizulegende Zeitwert eine marktbasierte und keine unternehmensspezifische Bewertung darstellt. Weiter verlangt der IFRS 13 neue Offenlegungspflichten und Erweiterungen bestehender Offenlegungen, welche in Anmerkung 36 «Fair Value Bewertung» in dieser konsolidierten Jahresrechnung ersichtlich sind. Die Umsetzung von IFRS 13 hat zu keiner Veränderung des Eigenkapitals geführt bzw. hat keine Auswirkungen auf die Erfolgsrechnung oder Bilanz der LLB per 31. Dezember 2013.
  • IFRS 7 «Finanzinstrumente: Angaben»; im Dezember 2011 hat das IASB den IFRS veröffentlicht und wurde zum 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt. Der IFRS verlangt Offenlegungen von zusätzlichen Informationen hinsichtlich angewendeten und durchsetzbaren Netting Agreements (Verrechnungsvereinbarungen). Die Anpassungen von IFRS 7 sollten es dem Bilanzleser ermöglichen, die effektiven oder potentiellen Effekte aus Verrechnungsvereinbarungen in der Jahresrechnung zu erkennen. Der IFRS sieht die Offenlegung von Brutto- und Nettobeträgen von bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen im Zusammenhang mit Netting Agreements oder ähnlichen Vereinbarungen vor, unabhängig davon, ob die Positionen verrechnet oder nicht verrechnet in der Bilanz dargestellt sind. Die LLB schliesst grundsätzlich standardisierte Verträge mit Gegenparteien ab, welche unter anderem die Verrechnungsmöglichkeit vorsehen. Jedoch hat die LLB weder per 31. Dezember 2013 noch im Vorjahr Gebrauch von solchen Verrechnungsmöglichkeiten gemacht, so dass die konsolidierten Jahresrechnungen alle eingegangen Risiken offenlegt bzw. die finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen brutto dargestellt sind. Die Offenlegung der Verrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verpflichtungen erfolgt im Risikomanagement unter Ziffer 8.
  • IFRS 9, «Finanzinstrumente» (der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist noch nicht definiert); der aktualisierte IFRS 9, welcher auch die überarbeiteten Regelungen zur Klassierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten beinhaltet, enthält Anwendungsrichtlinien zu finanziellen Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten. Der Standard sieht zwei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte vor: fortgeführte Anschaffungskosten und Fair Value. IFRS 9 verlangt, dass alle finanziellen Vermögenswerte nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte und den vertraglichen Cashflow-Merkmalen des Vermögenswerts klassiert werden. Die Vorschriften in IAS 39 bezüglich der Klassierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten wurden beibehalten, einschliesslich der jeweiligen Anleitungen zur Anwendung und Einführungsrichtlinien. Für erfolgswirksam zum Fair Value designierte finanzielle Verbindlichkeiten werden Fair-Value-Veränderungen infolge des geänderten eigenen Kreditrisikos eines Unternehmens direkt in der Gesamtergebnisrechnung anstatt in der Erfolgsrechnung berücksichtigt. Gegenwärtig werden die Auswirkungen auf die Jahresrechnung der LLB analysiert.
  • IAS 1, «Darstellung des Abschlusses»; der IASB hat im Juni 2011 den überarbeiteten Standard veröffentlicht und die LLB hat diesen am verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt per 1. Januar 2013 eingeführt. Im Wesentlichen sieht der überarbeitete Standard vor, dass die Positionen im sonstigen Gesamtergebnis in zwei Gruppen eingeteilt werden müssen. Positionen die zukünftig in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden (sogenanntes recycling) und Positionen die zukünftig nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden können. Die Offenlegung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde entsprechend angepasst. Die Änderung hatte lediglich einen Einfluss auf die Offenlegung des sonstigen Gesamtergebnisses, jedoch keinen finanziellen Einfluss auf die Jahresrechnung der LLB-Gruppe.
  • IAS 36, «Wertminderung von Vermögenswerten»; im Mai 2013 hat der IASB den Standard im Hinblick auf den erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte geändert bzw. eine Klarstellung der geforderten Angaben gemacht. Es werden zusätzliche Fair Value Angaben für nicht finanzielle Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierende Einheiten des erzielbaren Betrages abzüglich den Veräusserungskosten, sofern dieser auf dem Fair Value abzüglich Veräusserungskosten ermittelt wurde, für welche eine Wertminderung verbucht oder rückgängig gemacht wurde, gefordert. Die LLB geht bei der Implementierung per 1. Januar 2014 von keinem wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung aus.
  • IFRIC Interpretation 21 «Abgaben»; der IASB hat im Mai 2013 die IFRIC Interpretation 21 veröffentlicht, mit in Kraft treten zum 1. Januar 2014. Der IFRIC bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt oder nicht bekannt sind und nicht Bestandteil von IAS 12 Ertragsteuern sind. Die LLB geht von keinem wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung aus.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen hat das IASB im Mai 2012 sechs Änderungen zu fünf IFRS -Standards herausgegeben. Von diesen Verbesserungen hat die LLB alle per 1. Januar 2013 umgesetzt, ohne wesentlichen Einfluss auf die konsolidierte Jahresrechnung. Im Dezember 2013 hat das IASB weitere Verbesserungen zu neun IFRS-Standards publiziert, welche alle grundsätzlich per 1. Januar 2015 in Kraft treten. Die LLB untersucht derzeit den Einfluss auf die Konzernrechnung.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze

Die Darstellung der Konzernrechnung richtet sich nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Der Konsolidierungszeitraum entspricht dem jeweiligen Kalenderjahr. Bei allen konsolidierten Gesellschaften ist das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr identisch. Als Berichtswährung der LLB-Gruppe dient der Schweizer Franken (CHF), die Währung des Landes, in dem die LLB AG ihren Sitz hat.

Tochtergesellschaften

Die konsolidierte Rechnung umfasst die Abschlüsse der Liechtensteinischen Landesbank AG und ihrer Tochtergesellschaften. Gruppengesellschaften, an denen die Liechtensteinische Landesbank AG direkt oder indirekt die Stimmenmehrheit besitzt oder an denen sie auf andere Weise die Kontrolle ausübt, werden voll konsolidiert. Erworbene Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an konsolidiert, an welchem die Kontrolle auf die Liechtensteinische Landesbank AG übergeht, und zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Auswirkungen konzerninterner Transaktionen und Salden werden bei der Erstellung der Konzernrechnung eliminiert. Transaktionen mit Minderheiten werden im Eigenkapital verbucht.

Das den Minderheiten zurechenbare Eigenkapital wird in der Konzernbilanz getrennt vom den Aktionären der LLB zurechenbaren Eigenkapital im Eigenkapital erfasst. Das den Minderheiten zurechenbare Konzernergebnis wird in der konsolidierten Erfolgsrechnung separat ausgewiesen.

Assoziierte Gesellschaften und Joint Verntures

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, bei denen die LLB-Gruppe einen signifikanten Einfluss ausüben kann, aber nicht die Kontrolle besitzt (in der Regel entspricht dies einem Stimmenanteil zwischen 20 und 50 %), werden nach der Equity-Methode bilanziert. Joint Ventures, Gesellschaften an welchen die LLB zu 50% beteiligt ist, werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Die LLB AG hat die Jura Trust AG in Vaduz, FL verkauft. Die Jura Trust AG und all ihre Tochtergesellschaften (Jura Trust Gruppe) ist per 1. Oktober 2013 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Entkonsolidierung der Jura Trust-Gruppe führt zu einem Aufwand von CHF 8.1 Mio. Die LLB Treuhand Aktiengesellschaft mit Sitz in Vaduz, FL wurde im 2013 liquidiert und ist folglich per 31. Dezember 2013 nicht mehr im Konsolidierungskreis der LLB-Gruppe. Die Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG mit Sitz in Vaduz, FL wird per 1. Januar 2013 erstmalig in der LLB-Gruppe voll konsolidiert. Bis zum 31. Dezember 2012 erfolgte keine Konsolidierung aufgrund der Unwesentlichkeit aus Sicht der LLB-Gruppe. Die Consulting Partners Ltd. mit Sitz in Tortola, BVI sowie die Quodatis AG mit Sitz in Triesen, FL, beides 100% Tochtergesellschaften der vollkonsolidierten swisspartners Investment Network AG mit Sitz in Zürich, CH wurden liquidiert und sind per 30. Juni 2013 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

2.3 Allgemeine Grundsätze

Erfassung der Geschäfte

Käufe und Verkäufe von Handelsbeständen, derivativen Finanzinstrumenten und Finanzanlagen werden am Abschlusstag verbucht. Forderungen, einschliesslich Kundenausleihungen, werden im Zeitpunkt erfasst, in dem die Mittel an den Schuldner fliessen.

Abgrenzung der Erträge

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, wenn diese erbracht wurden. Vermögensverwaltungsgebühren, Depotgebühren und ähnliche Erträge werden anteilsmässig während der Dauer der Dienstleistung erfasst. Zinsen werden nach der effektiven Zinsmethode erfasst. Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.

Inland versus Ausland

Unter «Inland» wird die Schweiz miteinbezogen.

Schätzungen zur Erstellung der Konzernrechnung

Das Management muss bei der Erstellung der Konzernrechnung gemäss IFRS Schätzungen und Annahmen treffen. Dies kann sich auf einzelne Positionen im Ertrag und Aufwand, Aktiven und Verpflichtungen sowie auf die Offenlegung von Eventualforderungen und -verpflichtungen auswirken. Die Verwendung von per Bilanzstichtag der LLB vorliegenden Informationen und Annahmen sind für die Schätzung von einzelnen Positionen unerlässlich. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse in der Zukunft können sich von der Schätzung wesentlich unterscheiden. Dies kann zu wesentlichen Veränderungen in der Konzernrechnung führen.

Die IFRS enthalten Richtlinien, die von der LLB-Gruppe bei der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung Annahmen und Schätzungen erfordern. Goodwill, immaterielle Anlagen, Vorsorgepläne und Fair Value Bestimmungen für Finanzinstrumente sind Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind. Erläuterungen dazu sind unter Anmerkung 19, Anmerkung 36 und Anmerkung 42 aufgeführt.

2.4 Fremdwährungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss jedes Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung).

Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken ausgewiesen. Der Schweizer Franken stellt die Berichtswährung der LLB-Gruppe dar.

Gruppengesellschaften

Gruppengesellschaften, die in einer von der Konzernwährung abweichenden funktionalen Währung bilanzieren, werden wie folgt umgerechnet: Aktiven und Verbindlichkeiten werden zu den Bilanzstichtagskursen umgerechnet, die Positionen der Erfolgsrechnung und der Mittelflussrechnung zum Durchschnittskurs der Periode. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als separate Posten im Eigenkapital bzw. sonstigen Gesamtergebnis erfasst.

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven in Fremdwährungen zu den Stichtagskursen umgerechnet. Die aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge werden erfolgswirksam verbucht. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Kurse verwendet:

Stichtagskurs

31.12.2013

31.12.2012

 

Durchschnittskurs

2013

2012

1 USD

0.8908

0.9131

 

1 USD

0.9237

0.9335

1 EUR

1.2270

1.2071

 

1 EUR

1.2273

1.2048

1 GBP

1.4738

1.4837

 

1 GBP

1.4499

1.4832

2.5 Zahlungsmittelbestand

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die flüssigen Mittel, welche Bargeld, Postscheckguthaben und Giro- beziehungsweise Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank und ausländischen Notenbanken sowie Clearing-Guthaben bei anerkannten Girozentralen und Clearing-Banken enthält, Forderungen aus Geldmarktpapieren mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten sowie Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig).

2.6 Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden bei erstmaliger Erfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendet wird.

Zinsen auf Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden periodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken

Grundsätzlich gewährt die LLB-Gruppe Ausleihungen nur auf gedeckter Basis beziehungsweise nur an Gegenparteien mit sehr hoher Bonität.

Eine Ausleihung wird als wertbeeinträchtigt erachtet, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass nicht der gesamte gemäss Vertrag geschuldete Betrag einbringbar ist. Ursachen für eine Wertminderung sind gegenparteien- oder länderspezifischer Natur. Hinweise für eine Wertminderung sind:

  • Finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
  • Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zinsen- oder Tilgungszahlungen;
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht;
  • Volkswirtschaftliche oder regionale wirtschaftliche Bedingungen, die mit Ausfällen bei den Vermögenswerten der Gruppe korrelieren.

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Eine Wertberichtigung für Kreditrisiken wird als Herabsetzung des Buchwertes einer Forderung in der Bilanz erfasst. Für Ausserbilanzpositionen, wie eine feste Zusage, wird dagegen eine Rückstellung für Kreditrisiken ausgewiesen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

2.7 Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen

Die swisspartners Gruppe bietet fondsgebundene Lebensversicherungsprodukte an. Bei diesen Versicherungsprodukten handelt es sich hauptsächlich um fondsgebundene Lebensversicherungen mit Todesfalldeckung gegen Einmaleinlagen und um fondsgebundene Rentenversicherungen. Die Versicherungsprodukte enthalten keine Überschussbeteiligung. Zur Ermittlung der Rückstellungen für Versicherungsleistungen aus segregierten Portfolioverträgen, wird ein Sterblichkeitsrisiko im Umfang der netto Risikosumme zugrunde gelegt. Die netto Risikosumme ist die Differenz zwischen der Versicherungsleistung im Todesfall und dem Fair Value der Deckung des segregierten Portfolios. Basierend auf dem Sterblichkeitsrisiko sowie den Vorgaben des externen Aktuars, nach Berücksichtigung des netto Betrages für alle Lebensversicherungen, wird die Rückstellung für die Sterblichkeit ermittelt. An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung der Rückstellung. Neu zu bildende Rückstellungen werden umgehend erfolgswirksam verbucht.

Die Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden zum Fair Value bewertet. Die Forderungen werden auf der Aktivseite den entsprechenden Bilanzpositionen zugeordnet. Auf der Passivseite werden die Verpflichtungen in der Position «Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen» und «Finanzielle Verpflichtungen» ausgewiesen. Veränderungen der Fair Values und der Prämieneinnahmen sowie der versicherungsmathematischen Rückstellungen werden im «Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft» in der Position «Erfolg Versicherungsgeschäft» ausgewiesen.

Die Finanziellen Verpflichtungen werden zum Fair Value bewertet, da die korrespondierenden Aktiven ebenfalls zum Fair Value bewertet sind und somit ein «Accounting Mismatch» verhindert wird.

2.8 Handelsbestände

Die Handelsbestände setzen sich aus Aktien, Anleihen und strukturierten Produkten zusammen. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zum Fair Value bewertet. Short-Positionen in Wertschriften werden als Verpflichtungen aus Handelsbeständen zum Fair Value ausgewiesen. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste sowie Zinsen und Dividenden werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

Die Fair Values notierter Anteile bemessen sich nach dem aktuellen Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, werden die Fair Values mittels geeigneter Bewertungsmethoden (siehe 2.10 «Finanzanlagen») ermittelt.

2.9 Derivative Finanzinstrumente

Alle derivativen Finanzinstrumente werden als positive und negative Wiederbeschaffungswerte, was dem Fair Value entspricht, bewertet und in der Bilanz ausgewiesen. Der Fair Value wird aufgrund von Börsennotierungen ermittelt; falls keine solchen vorhanden sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

Absicherungsgeschäfte

Die LLB-Gruppe kann Hedge Accounting anwenden, wenn die Voraussetzungen gemäss IAS 39 für die Zulassung der Verbuchung als Absicherungsgeschäft erfüllt sind.

Bestimmte Derivatgeschäfte stellen zwar wirtschaftlich gesehen Absicherungsgeschäfte dar und stehen im Einklang mit den Risikomanagement-Grundsätzen der LLB-Gruppe. Aufgrund der strengen und spezifischen IFRS-Richtlinien erfüllen sie aber nicht die Kriterien, buchhalterisch als Absicherungsgeschäfte behandelt zu werden. Wertveränderungen werden in der entsprechenden Periode im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

2.10 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen können gemäss IFRS in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Die Klassifizierung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die Finanzanlagen erworben wurden. Das Management der LLB-Gruppe bestimmt die Klassifizierung der Finanzanlagen beim erstmaligen Ansatz. Im Geschäftsjahr 2013 wie auch im Geschäftsjahr 2012 wurden alle Finanzanlagen der Kategorie «Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet» (at fair value through profit and loss) zugeordnet.

Diese Designation ist in Übereinstimmung mit der Investitionsstrategie. Die Titel werden auf einer Fair-Value-Basis bewirtschaftet und deren Performance entsprechend evaluiert. Die Mitglieder der Gruppenleitung erhalten die entsprechenden Informationen.

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Die finanziellen Vermögenswerte werden zum Fair Value bilanziert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste abzüglich der zugehörigen Transaktionskosten werden im Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, verbucht. Der Fair Value notierter Anteile bemisst sich nach dem aktuellen Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, wird der Fair Value mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen: Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern; die Verwendung aktueller Marktpreise anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind; das Discounted-Cash flow-Verfahren; externe Preismodelle, welche die speziellen Umstände des Emittenten berücksichtigen. Siehe hierzu auch Anmerkung 36.

Zinsen- und Dividendenerträge der Finanzanlagen werden im Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, erfasst. Zinsen werden periodengerecht abgegrenzt.

2.11 Liegenschaften, als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften und übrige Sachanlagen

Liegenschaften werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die betriebswirtschaftlich erforderlichen Abschreibungen, bilanziert. Bankgebäude sind Liegenschaften, welche von der LLB-Gruppe zur Erbringung von Dienstleistungen oder zu administrativen Zwecken gehalten und genutzt werden, während als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften der Erwirtschaftung von Mieterträgen und / oder der Wertsteigerung dienen. Wenn eine Liegenschaft teilweise als Finanzinvestition dient, gilt für die Klassierung das Kriterium, ob die beiden Teile einzeln verkauft werden können. Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften werden periodisch von externen Gutachtern bewertet. Veränderungen des Fair Value werden in der Erfolgsrechnung unter übriger Erfolg in der laufenden Periode erfasst. Ist ein Teilverkauf möglich, wird jeder Teilbereich entsprechend verbucht. Können die Teile nicht einzeln verkauft werden, wird die ganze Liegenschaft als Bankgebäude klassiert, es sei denn, der als Bankgebäude genutzte Teil ist unbedeutend.

Die übrigen Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen und Informatikanlagen. Diese werden aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte Nutzungsdauer:

Liegenschaften

33 Jahre

Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften

keine Abschreibung

Unbebautes Land

keine Abschreibung

Baunebenkosten

10 Jahre

Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen

5 Jahre

Informatikanlagen

3 Jahre

Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwand belastet. Unterhalts- und Renovationsaufwand wird in der Regel unter dem Sachaufwand verbucht. Wenn der Aufwand substanziell ist und zu einer wesentlichen Wertsteigerung beiträgt, erfolgt eine Aktivierung. Diese wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden als übriger Erfolg ausgewiesen. Verluste aus dem Verkauf führen zu zusätzlichen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen.

Die Werthaltigkeit von Liegenschaften und übrigen Sachanlagen wird regelmässig, jedoch immer dann überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung der Buchwerte möglich zu sein scheint. Ergibt sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit eine veränderte Nutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwert planmässig über die neu festgelegte Nutzungsdauer abgeschrieben oder eine ausserplanmässige Abschreibung getätigt.

2.12 Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte (oder eine Veräusserungsgruppe) werden als zur Veräusserung bestimmt, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies der Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräusserungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf derartiger Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen) gängig und üblich sind, sofort veräusserbar und eine solche Veräusserung höchstwahrscheinlich sein. Langfristige zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten, bewertet, es sei denn, die in der Veräusserungsgruppe dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5 «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche».

Da keine Gesellschaft der LLB-Gruppe per 31. Dezember 2013 die Voraussetzung zur Klassifizierung der Vermögenswerte und Schulden als zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte gemäss IFRS 5 erfüllt, ist keine Gesellschaft unter dieser Bilanzposition auszuweisen. In der Vorjahresperiode wurde die swisspartners Gruppe gemäss IFRS 5 bilanziert. Siehe hierzu unter Ziffer 2.1.

2.13 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

Der Goodwill entspricht der Differenz zwischen dem bezahlten Kaufpreis und dem per Akquisitionsdatum bestimmten Fair Value des identifizierbaren Nettovermögens einer von der LLB-Gruppe erworbenen Unternehmung. Übrige immaterielle Vermögenswerte enthalten separat identifizierbare immaterielle Werte, die aus Akquisitionen sowie gewissen gekauften Kundenwerten und Ähnlichem resultieren und über eine geschätzte Nutzungsdauer von zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert werden. Goodwill und übrige immaterielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt der Akquisition aktiviert. An jedem Bilanzstichtag oder wenn Anzeichen bestehen, wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für eine Wertbeeinträchtigung oder Änderung im geschätzten zukünftigen Nutzen gibt. Bestehen solche Anhaltspunkte, wird ermittelt, ob der Buchwert des Goodwills oder der übrigen immateriellen Vermögenswerte vollständig einbringbar ist. Übersteigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird eine Amortisation vorgenommen. Für die Ermittlung möglicher Wertminderungen auf dem Goodwill wird dieser den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugewiesen, das heisst den kleinsten identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse generieren, welche unabhängig von Mittelzuflüssen aus anderen Gruppen von Vermögenswerten sind. Generierte Mittelzuflüsse aus einer voneinander unabhängigen Gruppe von Vermögenswerten werden im Wesentlichen dadurch bestimmt, wie das Management die Unternehmenstätigkeit steuert. Das Management der LLB-Gruppe führt und steuert in Divisionen, sodass die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe die Divisionen bzw. Segmente darstellen. Entwicklungskosten für Software werden aktiviert, wenn sie bestimmte Kriterien bezüglich Identifizierbarkeit erfüllen, wenn dem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftige wirtschaftliche Erträge zufliessen werden und wenn die Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Intern entwickelte Software, die diese Kriterien erfüllen, sowie gekaufte Software werden aktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert. Siehe hierzu auch Anmerkung 19.

2.14 Steuern und latente Steuern

Die laufenden Gewinnsteuern werden auf der Basis der anwendbaren Steuergesetze der einzelnen Länder berechnet und als Aufwand jener Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden Gewinne anfallen. In der Bilanz werden sie als Steuerverpflichtungen ausgewiesen. Die Steuereffekte aus temporären Differenzen aufgrund unterschiedlicher Bewertungen zwischen den in der Konzernbilanz gemäss IFRS ausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen und deren Steuerwerten werden als latente Steuerforderungen respektive latente Steuerverpflichtungen bilanziert. Latente Steuerforderungen aus zeitlichen Unterschieden oder aus steuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass genügend steuerbare Gewinne verfügbar sein werden, gegen welche diese Unterschiede respektive Verlustvorträge verrechnet werden können. Latente Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden gemäss den Steuersätzen berechnet, die voraussichtlich in der Rechnungsperiode gelten, in der diese Steuerforderungen realisiert oder diese Steuerverpflichtungen beglichen werden.

Laufende und latente Steuern werden direkt dem Eigenkapital bzw. dem sonstigen Gesamtergebnis gutgeschrieben oder belastet, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet worden sind.

2.15 Ausgegebene Schuldtitel

Kassenobligationen werden zum Ausgabewert erfasst und mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung der Schuld in Aktien der LLB AG enthalten, werden eine Fremd- und eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der Anleihe zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital verbucht. Der Fair Value des Fremdkapitalanteils zum Zeitpunkt der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Danach wird er unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischen dem Erlös und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Anleihe ausgewiesen. Die LLB-Gruppe verbucht keine Wertveränderungen der Eigenkapitalkomponente in nachfolgenden Berichtsperioden.

2.16 Leistungen an Arbeitnehmer

Personalvorsorge

Die LLB-Gruppe unterhält für die Mitarbeitenden in Liechtenstein und im Ausland Vorsorgeeinrichtungen, welche nach IFRS als leistungsorientiert gelten. Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen, die sich als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren.

Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden die Periodenkosten durch Gutachten externer Experten bestimmt. Die Vorsorgeleistungen dieser Pläne basieren in der Regel auf den Versicherungsjahren, dem Alter, dem versicherten Gehalt und teilweise auf dem angesparten Kapital.

Für leistungsorientierte Vorsorgepläne mit ausgeschiedenem Vermögen wird somit die Unter- oder Überdeckung des Barwertes der Ansprüche im Vergleich zum Vermögen, welches zu Marktwerten berechnet wird, zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden Beträgen aus Planänderungen, in der Bilanz als Verbindlichkeit oder Aktivposten ausgewiesen («Projected Unit Credit Method»). Ein Aktivposten wird nach den Vorgaben von IFRIC 14 berechnet.

Bei den Plänen ohne ausgesondertes Vermögen entspricht die in der Bilanz erfasste Verbindlichkeit dem Barwert der Ansprüche, zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden Beträgen aus Planänderungen.

Der Barwert der Ansprüche wird unter Anwendung der «Projected Unit Credit Method» berechnet. Bei der Berechnung werden die bis zum Bewertungsstichtag zurückgelegten Versicherungsjahre berücksichtigt.

Rückwirkende Leistungsverbesserungen durch Planänderungen werden als Aufwand verbucht. Soweit Anwartschaften sofort unverfallbar sind, wird der entsprechende Aufwand unmittelbar erfasst.

Erfolgsbeteiligung und Bonuspläne sowie aktienorientierte Vergütungen

Für Bonuszahlungen und Erfolgsbeteiligungen bestehen Reglemente. Die Bewertungsverfahren bei den Bonusreglementen basieren auf der individuellen Zielerreichung, bei den Reglementen der Erfolgsbeteiligungen auf dem Gewinn. Führungskräfte erhalten einen Teil der Erfolgsbeteiligung in Form von LLB-Inhaberaktien. Ausübungsbedingungen sind damit jedoch keine verbunden.

Die LLB-Gruppe passiviert in jenen Fällen eine Verpflichtung, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt. Der Aufwand wird im Personalaufwand erfasst. Die in bar zu begleichende Verpflichtung wird unter übrige Verpflichtungen passiviert. Der mit LLB-Inhaberaktien beglichene Anteil wird im Eigenkapital erfasst. Die Anzahl der Aktien für die aktienbasierte Vergütung berechnet sich aus dem Durchschnittspreis des letzten Quartals des Geschäftsjahres.

2.17 Rückstellungen und Eventualverpflichtungen

Das gegenwärtige Geschäftsumfeld der LLB-Gruppe birgt sowohl erhöhte rechtliche als auch regulatorische Risiken. Aufgrund dessen ist die LLB-Gruppe in verschiedene rechtliche Verfahren involviert, deren finanzieller Einfluss auf die LLB-Gruppe je nach Stand der entsprechenden Verfahren schwierig abzuschätzen und von vielen Unsicherheiten geprägt ist. Die LLB-Gruppe nimmt für laufende und drohende Verfahren Rückstellungen vor, sofern das Management nach rechtlicher Beurteilung der Auffassung ist, dass aus den Verfahren eine finanzielle Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung bzw. Zahlung verlässlich abgeschätzt werden kann.

Für gewisse Verfahren, bei denen die Faktenlage nicht spezifisch ist, der Kläger den mutmasslichen Schaden nicht angegeben hat, erst ein früher Verfahrensstand erreicht ist oder fundierte und substantielle Informationen fehlen, ist die LLB-Gruppe nicht in der Lage, die ungefähre finanzielle Verpflichtung verlässlich abzuschätzen. Bei rechtlichen Verfahren besteht zudem oft auch eine Verknüpfung genannter Faktoren, was eine Einschätzung der finanziellen Verpflichtung bzw. Eventualverpflichtung für die LLB-Gruppe unmöglich macht. Würden dennoch Annahmen bzw. Schätzungen hierzu getroffen und offengelegt, könnte dies die Position der LLB-Gruppe in einem mutmasslichen Verfahren erheblich beeinträchtigen.

Wenn nur eine mögliche Verpflichtung vorliegt, allerdings ein Vermögensabfluss durch das Management nicht als unwahrscheinlich erachtet wird, führt dies zu einer Eventualverpflichtung für die LLB-Gruppe, jedoch zu keiner Rückstellung. Die Höhe der Eventualverpflichtung resultiert aus der bestmöglichen Schätzung.

2.18 Wertberichtigungen für Kreditrisiken

Eine Wertberichtigung für Kreditrisiken wird in der LLB gebildet, sofern objektive Hinweise bestehen, dass die LLB nicht den vollen gemäss den vertraglichen Bedingungen geschuldeten Kreditbetrag einbringen kann. Die LLB versteht als Kreditbetrag eine Ausleihung, eine Forderung oder eine feste Zusage wie ein Akkreditiv, eine Garantie oder ein anderes ähnliches Kreditprodukt. Objektive Hinweise sind beträchtliche finanzielle Schwierigkeiten des Kreditnehmers, Ausfall oder Verzug bei den Zins- oder Kapitalrückzahlungen, oder die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner den Kredit nicht mehr zurückzahlen kann. Eine Wertberichtigung wird separat in der Bilanz erfasst und reduziert den Buchwert der Forderung. Wertberichtigungen werden in der Erfolgsrechnung unter Wertberichtigungen für Kreditrisiken erfasst. Für weitere Informationen siehe im Risikomanagement unter 3. Kreditrisiken.

2.19 Eigene Aktien

Von der LLB-Gruppe gehaltene Aktien der Liechtensteinischen Landesbank AG sind zu Anschaffungskosten bewertet und als Reduktion des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Differenz zwischen dem Verkaufserlös der eigenen Aktien und den entsprechenden Anschaffungskosten wird unter den Kapitalreserven ausgewiesen.

2.20 Securities-Lending- und -Borrowing-Geschäfte

Securities-Lending- und -Borrowing-Transaktionen werden grundsätzlich nur auf gedeckter Basis eingegangen, wobei überwiegend Wertschriften als Sicherheit erhalten oder gegeben werden.

Ausgeliehene eigene Wertschriften bleiben im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über die Wertschriften nicht verloren gehen. Geborgte Wertschriften werden nicht bilanzwirksam erfasst, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über die Wertschriften beim Verleiher bleiben.

Erhaltene oder bezahlte Gebühren werden abgegrenzt und im Kommissionserfolg verbucht.

 

3 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die eine Anpassung der konsolidierten Jahresrechnung 2013 erforderlich machen.

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