Bankensektoren

Bankensektor in Europa

2013 war die Entwicklung des Bankensektors in Europa von besseren Unternehmenszahlen, einer leichten konjunkturellen Aufhellung sowie von der Zinspolitik der Zentralbanken in Europa und den USA geprägt. Der Start in das Jahr verlief noch schwach. Bis Mitte 2013 verlor der Branchenindex Stoxx 600 Banks in EUR 4 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte im Verlauf des Jahres zweimal die Leitzinsen auf den historischen Tiefstand von 0.25 Prozent. Die US-Zentralbank (Fed) verschaffte den Finanzmärkten durch die permanente Verschiebung des «Tapering» (Auslaufen der Anleihenkäufe) Rückenwind. Erst Ende 2013 veranlassten positive Wirtschaftsdaten die Fed zu einem schrittweisen Abbau der Anleihenkäufe. Gleichzeitig gab sie bekannt, die Leitzinsen auf absehbare Zeit bei null zu belassen. Überraschend gute Halbjahresergebnisse liessen Banktitel ab Jahresmitte anziehen. In der Folge erholte sich der Branchenindex Stoxx 600 Banks rasant und legte seit dem Tiefstand vom 2. Juni 2013 bis Ende des Jahres um 22.4 Prozent zu.

Bankensektor in Liechtenstein und in der Schweiz

Hauptthema in Liechtenstein wie in der Schweiz war 2013 die Diskussion um die US-Steuerthematik. Dennoch übertrafen der Liechtensteiner sowie der Schweizer Bankensektor den europäischen deutlich. Die positive Stimmung an den Finanzmärkten half, die Kommissionseinnahmen zu steigern. Die Zinsen nahe null belasteten jedoch weiterhin die Profitabilität. Vom insgesamt sehr positiven Börsenjahr 2013 profitierten vor allem die Vermögensverwaltungsbanken in der Schweiz und in Liechtenstein. Die meisten Retailbanken schnitten hingegen unterdurchschnittlich ab. Der Swiss Performance Index (SPI) wies 2013 eine Rendite von 24.6 Prozent aus.

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